Häufige Fragen

Ab wann kann ich als Schwangere zur Betreuung ins Geburtshaus?

Besitzt ihr ein Ultraschallgerät?

Ist ein Arzt/eine Ärztin zur Geburt anwesend?

Welche Hebamme werde ich bei der Geburt haben?

Wer ist alles bei der Geburt dabei?

Unterschied Hausgeburt/Geburtshausgeburt

Gibt es im Geburtshaus auch Wassergeburten?

Gibt es die Rückenmarksanästhesie (PDA) im Geburtshaus?

Was passiert nach der Geburt?

Wie steht es mit dem Dammschnitt?

 

 

Ab wann kann ich als Schwangere zur Betreuung ins Geburtshaus?

Wir betreuen auf Ihren Wunsch eine Schwangerschaft von Beginn an. Bei einer gesunden Schwangerschaft empfehlen wir die erste Kontrolle bei uns in der ca 12. Schwangerschaftswoche. Regelmässige Betreuung schafft ein Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen, Ihrem Partner und uns Hebammen, welches für einen komplikationslosen Verlauf wichtig ist. Das persönliche Gespräch ist Grundlage jeder Kontrolle. Wir stärken dabei Ihr Vertrauen in die natürlichen Vorgänge einer Schwangerschaft. Wir planen uns für eine Kontrolle eine Stunde Zeit ein. Wir arbeiten mit einem privaten Labor zusammen, bei welchem wir alle nötigen Laboranalysen in Auftrag geben können. Treten Komplikationen auf, können Sie sich bei ihrem Azt/Ärztin weiter betreuen lassen, oder wir überweisen sie zu einem uns bekannten Spezialisten für die jeweilige Komplikation (z.B. Steisslagen).

 

Besitzt ihr ein Ultraschallgerät?

Nein. Wir überweisen Sie in die Ultraschallsprechstunde im Spitalzentrum Biel. Auf Wunsch können Sie den Ultraschall auch bei Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin machen lassen. Alle Ultraschalluntersuchungen dienen pränataldiagnostischen Zwecken, zur exakten Terminabklärung oder zu Verlaufskontrollen des kindlichen Wachstums.
Um die Notwendigkeit, resp. Bedürfnisse von Ihnen bezüglich dieser Untersuchungen abzuklären, empfehlen wir ein Aufklärungsgespräch bei uns zu Beginn der Schwangerschaft. Die Grundversicherung der Krankenkassen übernimmt die Kosten für zwei Ultraschallkontrollen.

 

Ist ein Arzt/eine Ärztin zur Geburt anwesend?

Nein. Zur Geburt wird die zweite Hebamme gerufen. Bei Abweichungen im gesunden Geburtsprozess verlegen wir Sie ins Salem-Spital, in die Frauenklinik Insel oder in ein Spital Ihrer Wahl. Unsere Ausbildung befähigt uns die gesunde Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in eigener Kompetenz zu betreuen. Rund 87% aller Geburten verlaufen komplikationslos. Wir erkennen, wann eine gesunde Geburt abweicht und können die nötigen Massnahmen ergreifen. Die Institution Geburtshaus wird ausschliesslich von Hebammen geführt und die Betreuung der gesunden Schwangerschaft sowie Geburt liegt in ihren Kompetenzen.

 

Welche Hebamme werde ich bei der Geburt haben?

Wir haben unsere Einsatzpläne und leisten 12 Stunden Hauptdienst, danach 12 Stunden Hintergrundsdienst. Die Hebamme mit Hintergrundsdienst wird kurz vor der Geburt gerufen und verlässt das Haus danach wieder. Die Dienstplanung regelt unsere Arbeits- und Ruhezeit. Dies bedeutet für Sie erhöhte Sicherheit. Sie haben ein Anrecht auf eine ausgeruhte Hebamme. Empfangen und begleitet während des gesamten Geburtsgeschehens werden Sie von der Hebamme mit Hauptdienst. Steht bei Schichtwechsel die Geburt kurz bevor, wird dieser natürlich auf später verschoben.

 

Wer ist alles bei der Geburt dabei?

Zur Geburt sind zwei Hebammen anwesend. Sie geben Ihnen die nötige Sicherheit unmittelbar bei der Geburt. Wir vermeiden in dieser wichtigen Phase Lärm und unnötiges Geläufe, um Sie in Ihrer Geburtsarbeit nicht zu stören. Alle Begleitpersonen, welche von Ihnen zur Geburt eingeladen werden, sind bei uns willkommen. Denken Sie daran, falls Sie Kinder mitnehmen möchten, ihnen eine eigene Begleitperson zu organisieren, damit sie den Raum oder das Haus jederzeit verlassen können.

 

Unterschied Hausgeburt/Geburtshausgeburt?

Fachlich gesehen besteht kein Unterschied. Nicht jeder werdenden Mutter ist es möglich, in ihrem Zuhause zu gebären, sei es aus wohnlichen, sozialen oder anderen Gründen. Das Wochenbett im „Hotel Luna“ bietet Ihnen jedoch Erholung durch Entlastung des Haushaltes und Hebammenbetreuung während 24 Stunden Wenn möglich geniessen Sie diese Zeit zusammen mit Ihrem Partner. Wir bieten ausschliesslich Familienzimmer an.

 

Gibt es im Geburtshaus auch Wassergeburten?

Bisher sind ungefähr die Hälfte der Neugeborenen bei uns im Wasser zur Welt gekommen. Das Bad bietet in der ersten Zeit grosse Entspannung, die Wärme und Schwerelosigkeit hilft mit, die Wehen zu verarbeiten. Fühlen Sie sich wohl, bleiben Sie für die Geburt im Wasser.

 

Gibt es die Rückenmarksanästhesie (PDA) im Geburtshaus?

Nein, dazu braucht es die Infrastruktur des Spitals und einen ausgebildeten Anästhesisten (Narkosearzt)

 

Was passiert nach der Geburt?

Wir respektieren diesen Moment der ersten sichtbaren Begegnung mit Ihrem Kind und der grossen Emotionen. Wir überwachen und begleiten den Start ins Leben mit grösstmöglicher Zurückhaltung. Das Kind bleibt im Normalfall bei der Mutter. Wir lassen den Kindern viel Zeit, um «anzukommen». Die Nabelschnur wird erst auf Ihren Wunsch, nach dem Auspulsieren durchtrennt. Wir sorgen für die nötige Ruhe, damit Sie diese ersten Stunden mit ihrem Kind geniessen können.

 

Wie steht es mit dem Dammschnitt?

Ein Dammschnitt ist bei uns ein absoluter Notfalleingriff. Wir besprechen vorgängig in der Schwangerschaftsbetreuung oder in der Geburtsvorbereitung die Dammmassage und wünschen uns, dass Sie den Damm in der Schwangerschaft vorbereiten. Dies beugt nachweislich Verletzungen vor. Risse und Verletzungen sind aber zusätzlich abhänging von der Beschaffenheit des Gewebes. Im Gegensatz zu einem Schnitt, reisst der Damm immer nur so viel, wie das Kind Platz braucht und an der schwächsten Stelle. Dies bedeutet die kleinst mögliche Verletzung von Muskelgewebe. Studien der letzten Jahre belegen, dass Dammschnitte keine Vorbeugung zu Senkungsbeschwerden oder Gebärmuttervorfall bedeuten. Im Gegenteil: Immer noch wird häufig schräg geschnitten und damit viel Muskelgewebe des Beckenbodens verletzt. Dies schwächt ihn empfindlich und begünstigt Senkungen oder Vorfall.